Reisen ist Leben

Colorado

 

Zurück in Denver gibt es natürlich doch Überraschungen, die unsere englischen Vokabeln ganz schön herausfordern.

Der gute Bernie hat unsere Post im Tresor aufbewahrt, doch im Office für die Fahrzeuganmeldung fehlt dann doch das Wichtigste, nämlich der "Colorado-Title" für das Auto, sprich der staatliche Nachweis, dass wir die Eigentümer sind.

So machen wir uns auf zum Forddealer woran es denn hängt und siehe da, dort sind unsere Unterlagen noch gar nicht weitergegeben weil sie die Kopien von unseren Pässen vergessen hatten. Wir müssten nochmal ca. 10 Tage warten … das geht natürlich nicht und nach einigen Diskussionen wird alles noch heute erledigt und wir können den Truck anmelden, gegen 17.00 Uhr haben wir dann die Schilder.

Unsere Rückklappe konnten wir bei DHL Cargo nun auch aufgeben, danke Herbert für Deine schnelle Hilfe.  Nun wird noch die Spur beim Truck eingestellt und dann ist alles fertig und es kann weiter gehen. Das mit der Spur einstellen gestaltet sich dann doch ein bischen schwierig, die Fordwerkstatt benoetigt fast 2 Tage dazu.
Mittlerweile ist nun alles komplett und es kann endlich richtig losgehn, wir sind auf dem Weg Richtung Norden zum Yellow Stone NP.  Kurz vor der Ueberquerung der State-Grenze nach Wyoming stoppen wir bei Budweiser, einem der groessten Bierbrauer hier in den Staaten - uebrigens ehemals Deutsch ! Wir machen uns einen schoenen Nachmittag mit Fuehrung durch den Betrieb und probieren ausgiebig .... schliesslich haben wir mal wieder was zu feiern, heute ist unser 26 . Hochzeitstag. 



18.09.11 Wir sind weitergezogen, nun wieder in nördliche Richtung und haben zwischen Silverton und Ouray den One-Million-Dollar-Hwy. überquert, eine wunderschöne Strecke, Pass auf 3.300m. Zwei Tage haben wir in Ouray , einem alten Goldgräberstaedtchen Halt gemacht,  sehr hübsch und mit einem herrlichen Trail nach dem wir uns dann in den heissen Quellen einen halben Tag entspannt haben ! Am zweiten Abend hat uns dann der Sheriff aus der Stadt eskortiert, denn der Parkplatz am Visitor-Center war nicht für über Nacht stehen erlaubt. Naja, 2 Milen ausserhalb der Stadt haben wir auch gut geschlafen !

Mittlerweile waren wir zwei Tage am Black Canyon, ein wunderschöner Ort, wenn du hoch oben auf den Felsen am Abgrund sitzt, allein mit der Natur und deinen Gedanken, dann ist das ein unbeschreibliches Gefühl, tief unten, ca. 600m unter dir rauscht der Gunnison-River , der in über 2 Mio. Jahren diesen Canyon geschaffen hat. 

Painted Wall - tiefste Schlucht im Canyon
 


Gunnison River
 


Hier ist ein Platz, der uns unsere klägliche Endlichkeit bewusst macht.


Weiter ging es dann entlang des Gunnison, immer über 2200m hoch, entlang Canyons und Hochflächen mit Stop zwischen Blue Mesa Resort und Crawford Sp., aufgrund der Höhe ist es dann doch ganz schön frisch am Abend, gegen 18.00 haben wir 12,2 Grad C und es weht ein frisches Lüftchen. Wir haben wieder eine super Wandertour in einen Canyon gemacht, von 8000 feet runter auf 7200 feet, mit Wasserfällen und einem See. Bär haben wir noch keinen gesehen, obwohl überall darauf hingewiesen wird, keine Abfälle liegen zu lassen usw. Die Bären haben eine überaus gute Nase, riechen über 5 Milen weit und da sie sich zur Zeit für den Winter den Speck "anfressen", kommt ihnen alles gelegen.



Es gibt sie wieder, allerdings mit Ohrmarke ...






Heute ist Waschtag, bei den vielen "Waschsalons" kein Problem, geht auch viel schneller als zu Hause und wird sauber !


 

13.09.11 Wir hoffen heute mal ein Netz zu finden und ein paar Neuigkeiten mitzuteilen, habe alles offline geschrieben die letzten Tage weil einfach keine Möglichkeit zum Arbeiten an der Homepage war.  Waren am Sonntag nochmal an der Mesa, es sollte einen Special Event zu indianischer Kunst und Geschichte geben,war keine grosse Sache. Am Samstag waren wir mit den Rädern an der Mesa Verde unterwegs und haben einige interessante Plätze besucht, Cliff Place, die größte  Felsbehausung und Balcony House, die abenteuerlichste, bei der wir mittels Leitern an einer 20m hohen offenen Felswand hochgeklettert sind.




 







 

 


 

09.09.11 Mittlerweile sind wir an der Mesa angekommen, war ein ganz schöner "Ritt", erst über die Berge zu den Sanddünen, die wir auch bis zum höchsten Punkt erklommen haben, belohnt mit herrlicher Sicht über Berge, Dünen und weites Land nun heute weiter hierher, nach Mancos, wo wir morgen in den Nationalpark wollen. Haben gestern in den Great Sand Dunes den Nationalparkspass gekauft, der gilt für ein ganzes Jahr, für ein Fahrzeug und dessen Insassen für alle Nationalparks der USA und kostet 80 $, das ist doch prima. Wir haben nun unser "Häuschen" vom Truck das erste Mal getrennt, da wir hier ein paar Tage bleiben möchten um alles anzusehen, so sind wir vom Stellplatz schneller im Nationalpark. Der Camper steht dann einsam mitten im Wald, das machen hier alle so und man braucht keine Angst zu haben, dass was wegkommt.

 
 

 

 

07.09.11 Wir sind unterwegs zu den Great Sand Dunes, fahren das Arkansas River-Tal durch herrliche Landschaft bis zur Royal Georg Bridge, einem imposanten Anblick, denn die Brücke überspannt in 350m den Arkansas. Die 50$, die ein Spaziergang darüber kosten sollte, haben wir lieber gespart…. sind weiter gefahren, wieder ein Stück in die Berge um zu übernachten. Morgens hatten wir dann schon um sieben interessante Nachbarn, zwei Männer die im Rambo-Style in den Wald losgezogen sind, mit Armbrust bewaffnet und im Tarnanzug 'versteckt".
 

 





neugierige Morgengaeste
 

 

 

06.09.11 wir sind zurück nach Pocha Springs gefahren und haben erstmal unseren Wassertank gefüllt, geduscht und am VisitorCenter das WiFi zum telefonieren und mailen genutzt. Dann hat uns der ansässige RV-Händler noch eine zusätzliche Batterie verkauft, die kommt noch in den Camper, damit können wir mind. 3 Tage "trocken" campen aber um den Generator kommen wir wohl nicht herum, wollten eigentlich PV aber das ist hier über das doppelte teurer als der Generator.

Jetzt geht es noch zum WalMart, Essen fassen und dann geht es weiter Richtung Süden . Den Generator kaufen wir dann doch auch gleich noch, bei Murdoch' s, einem riesigen Markt für Farmer usw. Es ist gigantisch was es hier an Werkzeug, Kleidung, Haustierzubehör, Pferdeutensilien und auch Spielzeug gibt. Ich bin an meinen ersten echten Cowboy-Stiefeln gerade noch so vorbei gekommen ! Joerg war froh drum, er hatte seinen Schaff mit dem Generator, ein Honda. Im strömenden Regen hat er draussen probiert, ob er ihn in die dafür vorgesehene Klappe im Camper bekommt. Naja, so langsam sind wir komplett. War richtig stressig heute ! Zum "Feierabend"gab es dann ein Jackie-Cola, da schläft es sich besser.

 

 

 

Die letzten 4 Tage haben wir ganz relaxt in den Rocky's, auf ca. 2800m gestanden und haben alles erstmal wirken lassen. Wir sind vom Hwy. 285 südlich von Poncha Springs einfach in ein Art Feldweg abgebogen und haben gehalten wo es uns gefiel, mit herrlicher Aussicht auf die Berge bei schönstem Wetter, tagsüber ca. 23 Grad C und nachts um die 7 Grad. Da am Montag Feiertag war, waren wir hier nicht die Einzigen, es ist ganz normal sich irgendwo in die Wildnis zu stellen um zu campen, ca. aller 1,5 km steht dann ein Fahrzeug. Wobei wir ja eher wie Zwerge wirken, denn die Ami's reisen mit Truck und Sattelauflieger an und auf dem Truck haben sie dann noch mindestens zwei Quads oder Geländemopeds mit denen sie hier auf extra Wegen durch die Wälder preschen. Diese 'Wohnmobile" sind gigantisch ausgestattet, mit zwei Schlafzimmern, riesigen Couchgarnituren und allem was das Herz begehrt an Bequemlichkeit, ob man das alles benötigt ist eine andere Sache. Wie immer wird sehr freundlich miteinander umgegangen und obwohl jeder am Abend sein Feuer macht bleibt nirgendwo Müll liegen. Als wir am Dienstag fast als letzte wieder aufbrechen, ist es als wäre hier keiner gewesen.

An den vier Tagen haben wir erstmal gecheckt, was wir so an Wasser und Gas und Energie benötigen.  

 




01. September
Nun sind wir schon zwei Tage wie die Schnecken unterwegs, sprich unser Haus immer dabei und das klappt prima. In Denver haben wir immer auf einem grossen Walmart-Parkplatz gestanden, das ist gut moeglich und wird von vielen Camperfahrern genutzt. So kann man dann auch um Mitternacht noch schnell einkaufen gehen wenn man nicht schlafen kann.
Wir haben unser Fahrzeug mittlerweile eingerichtet und ein paar Sachen gekauft. Der Bernie hat uns noch paar nuetzliche Tips gegeben.
Eigentlich wollten wir ja Richtung Norden aber am Montag ist hier Feiertag und dann ist der Rocky Mountains NP total ueberlaufen wegen seiner Naehe zu Denver und da wir in ca. zwei Wochen eh nochmal nach Denver muessen wegen unsere Nummernschilder fuer's Auto (haben zZt. nur eins aus Papier) sind wir nun Richtung Sueden gefahren und stehen gerade vorm Tourist Info in Pocha Springs. Werden uns jetzt erstmal ein ruhiges Plaetzchen suchen und dann zu den grossen Sandduenen und Mesa Verde weiterfahren.
 
 
Denver


Muenzpraege-Anstalt



Nun ist schon fast eine Woche vorbei und wir hatten bis Freitag jede Menge zu tun. So langsam haben wir uns auch an die Zeit hier gewoehnt.
Heute Sonntag waren wir in der City, wollten eigentlich nur ein bischen Sigthseeing machen, doch heute war in Denver das Finish der Cycling Challange, die 7 Tage ging (aehnlich der Tour de France). Dementsprechend jede Menge Menschen, zu unserer Verwunderung auch mit eigenen Rennraedern, und grosse Party in der Stadt.

24.08.2011 Seit zwei Tagen sind wir nun schon in Denver und es gab jede Menge zu tun. Mit unserem KIA den wir bei Alamo gemietet haben, sind wir schon 250 Meilen rund um die Stadt gedüst und waren sehr erfolgreich was unser neues zu Hause anbelangt.  Nächste Woche geht es dann entgueltig in die Spur. 

Man hat uns "reingelassen" und nicht mal kontrolliert. Für ein Jahr ist unser Visa gestempelt. 



Landeanflug auf Denver.
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind die Felder manchmal rund ! 

Ueber Grönland hatten wir super Sicht auf Gletscher und Berge.