Reisen ist Leben

Ecuador

 


Die Strecke bis zur peruanischen Grenze war eine Herausforderung fuer Mensch und Technik. Die uebermaessig starken Regenfaelle der letzten Wochen hatten die Berge ins Rutschen gebracht und die Strasse verschuettet.
Mit Baggern und Raeumgeraeten war man ueberall im Einsatz um wenigstens eine schmale Fahrspur aufrecht zu erhalten und das auf mehr als 100km.

Auch hier hatte es sich wieder einmal bestaetigt, dass fuer Suedamerika ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit und 4WD zu fahren, von Vorteil ist.




 




 

 





9. Juni, Vilcabamba - im Sueden von Ecuador. Wir sind hier in einer Posade, die einem Deutschen gehoert und sehr huebsch ist. Ein paar Tage konnten wir hier entspannen und unseren Kram mal wieder in Ordnung bringen nach den letzten Wochen. 



Richtung Sueden, immer auf den Bergen entlang kommt man durch huebsche Stadte, Riobamba ist umgeben von Vulkanen und bietet ein sehr schoene Kulisse.



Wir haben wieder Kakao geerntet und trockenen ihn in der Sonne bevor wie ihn ein bischen roesten mit Zucker und Zimt, lecker !



Inca Pyramide von Ingapirca



Von dort ging es weiter nach Cuenca und nach Zamora, dort haben wir den Nationalpark Podocarpus besucht. Wollten auf ca. 1000m NN ein bischen durch den Urwald spazieren.
Das ganze stellt sich jedoch als sehr schwierig heraus. Schon bei der Anreise kamen wir an riesigen Erdrutschen vorbei, haben fuer 60km 4 Stunden gebraucht da die Strasse verschuettet war. Auch der Weg zum Nationalpark war nicht gerade vertrauenserweckend. Naja, am naechsten Morgen war dann auch dort der Weg zurueck "dicht" und die Jungs vom Nationalpark meinten beim letzten Mal haette es 3 Wochen gedauert bis wieder frei war. Nicht dass wir keine Vorraete haetten aber das war uns dann doch zu lang.
Letztendlich hat sich Joerg bis zum Buergermeister von Zamora "vorgearbeitet" der uns am Freitag Nachmittag dann einen Bagger geschickt hat.












So sehen "Sieger" aus ! Geschafft, wir kommen raus hier ....




30.05.2015 Misahualli - ein verschlafenes Urwaldstaedtchen im Amazonasgebiet Ecuadors liegt mitten im Gruenen, es gibt entlang des Rio Napo huebsche Straende und eine Affenhorde macht die Gegend "unsicher". Es ist zwar gerade Regenzeit, aber so stark regnet es dann doch nicht und die Temperaturen sind ganz prima, wir wollten uns nach den letzten Tagen in den Bergen mal etwas aufwaermen. 





Parque National Cotopaxi - hier am Vulkan Cotopaxi (5897 NN) laesst es sich ganz prima campen und wandern, vorausgesetzt man hat gerne "frische" Luft und Nebel. Der Gipfel des Vulkans ist oft in Wolken, man muss ein paar Tage Zeit mitbringen und schon morgens zeitig mal aus dem Fenster schaun. 







Vom Cotopaxi aus gings dann weiter durch Hochlanddoerfer, zum Markt in Pujili und zur Laguna Quilotoa. Die Strecke ist wunderschoen, sie fuehrt immer weiter hinauf in die hoeheren Bergregionen.

Markt-Sonntag in Pujili

Wo leben wohl die fleissigen Huehner ?

 

Ueberall kann man leckere Sachen essen, Huehnersuppe oder gebratenes Fleisch, dazu gibt es eine Art Kartoffelbrei und Salat, hervorragend !

Kartoffeln werden hier in den Bergen sehr oft angebaut, es gibt die unterschiedlichsten Sorten und Farben.



Am Sonntag sind die Frauen besonders schick, die Huete werden aus Deutschland importiert und sind von hoechster Qualitaet. Fast alle Frauen tragen hier in den Bergen einen Hut, huebsch mit einer Pfauenfeder verziert.




Laguna Quilotoa - ca. 800 Hoehenmeter muss man ueberwinden vom Kraterrand bis zu Ufer des See's.





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18. Mai 2015 - Quito, die Hauptstadt Ecuadors, faszinierend mit praechtigen Kirchen und huebschen Plaza's.





Wir konnten direkt in der Stadt einen Platz finden fuer ein paar Tage und sind mit den Raedern durch die Parks und natuerlich in die bezaubernde Altstadt gefahren. Speziell am Sonntag hat der Radfahrer hier meist Vorfahrt, die Altstadt und eine wichtige Tangente sind fuer Autos gesperrt. Es ist jede Menge los und speziell Bike-Shops gibt es ueberall an der Strecke. 

Hier haben wir auch gleich einmal Stop gemacht und Joerg's Rad bekam eine kleine "Generalueberholung", die Jungs waren echt gut.



Die Altstadt ist wunderschoen, sehr sauber und gepflegt mit vielen Restaurants und Geschaeften. Auf den Plazas und in den Kirchen gibt es Musik oder es treten kleine Kuenstlergruppen auf. Es ist ein buntes und geschaeftiges Treiben, das man stundenlang beobachten kann.












Eiscreme koennen sie sehr gut die Ecuadorianer !



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Die Einreise nach Ecuador ist unser 12. Grenzübertritt nach den USA, wir hatten Glück, es war nicht viel los und in etwas mehr als einer Stunde war alles erledigt. Ecuador hat uns auch gleich mit Sonnenschein begrüßt. Erst einmal hiess es den Dieselpreis checken und Propangas füllen, in Ibarra, der ersten größeren Stadt, konnten wir alles erledigen und sind zufrieden damit.  Hier in Ecuador ist der Dollar Landeswährung und wir sind froh, dass die Umrechnerei vorerst ein Ende hat. 


Otavalo, eine liebenswerte Stadt in den Anden - wir geniessen einen Tag in den sauberen Strassen und der grossen Plaza. Hier gibt es einen riesigen Kunsthandwerksmarkt mit hübschen Stoffen, Tüchern, Schmuck usw. alles von sehr guter Qualität . 








Unterwegs im Hochland gibt es oft kilometerlange Gewächshausanlagen in denen Blumen fuer den Export gezüchtet werden, die Äquatorsonne und das milde Klima eignen sich hervorragend, u.a. werden langstielige Rosen fuer Nordamerika, Russland und Japan angebaut.



Mitad del Mundo - hier wird in Ecuador der Äquator “zelebriert”. Wir hatten unsere Mühe den Ort zu finden, sind zuvor schon zweimal über den Äquator drüber gefahren laut unserem Navi, es wurde immer später und dunkel und so waren wir froh, dass uns ein Radsportler in die richtige Richtung leitet. Dort angekommen konnten wir keinen gescheiten Platz fuer die Nacht finden, an einer Tankstelle hat man uns kurzerhand auf die Montagegrube platziert. Nach der Aufregung half nur noch ein gutes Bier ….



Am nächsten Morgen sind wir dann zum Parkplatz eines Museums gewechselt, doch nach ca. 15 Min. rückten dort die Bagger und LKW an um den Parkplatz zu renovieren….


Eine hübsche Anlage rund um das Monument, hier wurde 1736 bewiesen, dass dies die "Mitte der Erde" ist, es gibt ein Planetarium, kleine Ausstellungen, Geschäften und Restaurants.