Reisen ist Leben

El Salvador - Panama

24. November 2014  - Tschuess Nord - und Zentralamerika

Es hat alles funktioniert, die neue Faehre zwischen Panama und Columbien ist on tour auch fuer Fahrzeuge und Cargo. Die Zollformalitaeten verliefen problemlos und die Wartezeit lag auch im Rahmen. Was sind wir froh, dass es jetzt diesen Weg nach Sueden gibt, voellig unkompliziert und viel guenstiger als zuvor.




Drogenkontrolle Richtung Kolumbien ?



Aller Anfang ist schwer ... 500 Fahrzeuge haben Platz im Schiff, wir waren nur 3 Autos und 4 Motorraeder
 




Abends gibt es dann Livemusik und einen Cocktail zur Feier des Tages.








Oh wie schoen ist Panama ....










Eine der Bruecken ueber den Kanal.



Gatun Schleuse






direkt hier am Canal haben wir "Quartier" bezogen.




Panama Stadt ist die groesste Stadt in Central-Amerika, in den Jahren, in denen die USA den Canal gebaut und verwaltet hat, hat sie auch die Gegend gepraegt. Hier am Amador war die Canalverwaltung, es gibt einen grossen Park mit Mangobaeumen, Palmen und vielen bunten Voegeln.
 
Hier ist es wieder prima mit den Raedern unterwegs zu sein.








Es ist Regenzeit und mitunter schuettet es sehr ergiebig, die Panamesen sind sehr unerschrocken, da geht es durch und wenn es der schoenste BMW ist ...




Balboa - Statue
Balboa war der spanischer Entdecker, der als erster den Pazifik sah von Amerika aus, nach ihm ist hier u.a. die Waehrung benannt



Die Altstadt von Panama City wurde jahrelang sehr vernachlaessigt und war zum Slum verkommen, seit einigen Jahren wird fleissig renoviert.




 

 

 


An der Miraflores-Schleuse nahe der Stadt gibt es ein Besucherzentrum mit vielen Info's zum Canal. Man kann die Hebevorgaenge von Kreuzfahrt - und riesigen Containerschiffen beobachten.


 



 




hier am Grenzuebergang von Costa Rica nach Panama, wir mussten lange warten bis unsere Papiere fertig waren, die vielen LKW-Fahrer hat Vorrang, verstaendlicherweise.








mal wieder ein Stop am Pacifik, endlose, menschenleere Straende und frische Kokosnuesse satt



El Valle in den Bergen ist sehr huebsch,

 



wir haben das Thermalbad besucht .
 

 






Costa Rica - das Land des Kaffee, der Bananen und der wunderschönen Natur. Kurz nach dem Grenzübertritt haben wir einen Stop eingelegt auf der Finca von Guido und seiner Frau, zwei Schweizer, die seit 17 Jahren hier leben. Auf dem liebevoll hergerichteten Grundstück mit Cabanas fuer Gäste aus Europa gibt es auch Platz fuer ein paar Camper. Zur Finca gehören eine Rinderherde und Pferde, ein Faultier-Baby und jede Menge Brüllaffen und Klammeraffen, die durch die Bäume schwingen, man kann wandern oder einfach nur relaxen. 


 

        Von dort sind wir zum Pacific weiter, hatten an der Playa del Coco direkt am Strand einen schattigen Platz. 






 

Das Meer ist hier sehr warm und der Sand dunkel. Es ist sehr heiss, immer um die 30Grad C und so zieht es uns wieder in die Berge. Das Hochland ist überdeckt von Kaffeeplantagen wohin man sieht.  Das feuchte, neblige Klima ist ideal dafür und zwischendrin die Milchkühe auf ihren Weiden sind es wohl auch so gewöhnt.  Es wird gesagt, Costa Rica sei die Schweiz Zentralamerika’s , ob es an den Kühen und den Bergen liegt, wir wissen es nicht, wir konnten keine weiteren Gemeinsamkeiten finden. 

 

In Costa Rica gibt es einige Vulkane zu denen meist Nationalparks gehören , wir sind zum Volcan Poas gefahren, auf 2700m kann man dort in einen aktiven Vulkan hineinschaun. Um das Ganze auch sehen zu können, muss man morgens 8.00 Uhr schon vor Ort sein, bevor die Nebelwolken alles “verstecken”. So haben wir vor den Toren des Nationalparks geschlafen und sind zeitig morgens hinein. Leider hatte uns, während wir nachts im schönsten Schlummer waren, jemand versucht Diesel abzuzapfen….







Weiter ging es dann ueber den Pass am Cerro de la Muerte auf ueber 3000m, morgens ueber den Wolken und dann spaeter durch den Nebel. Im Nebelwald in diesen grossen Hoehen wachsen viele besondere Pflanzen und die Kolibris fuehlen sich sehr wohl. Die Strasse ist ziehmlich eng und der Nebel mitunter sehr dicht, da heisst es aufpassen, zumal es auch die Verbindungsstrasse nach Panama ist und die LKW's es immer eilig haben. 


 



 











In Honduras hatten wir einen kurzen Abstecher in die Berge, eine hübsche Strecke bis zur nächsten Grenze nach Nicaragua.





Nicaragua’s Hochland ist geprägt vom Kaffee. Matagalpa ist das Zentrum des Kaffeehandels, überall sieht man riesige Betonflächen auf denen der Kaffee in der Sonne getrocknet wird, es erscheint uns recht mühsam denn gerade jetzt in der Regenzeit  heisst es immer wieder, die Bohnen mit grossen Planen abzudecken wenn ein Regenguss kommt, alles geht in Handarbeit.


Ziel hier im Ort war das Castle de Cocao, eine kleine Produktionsstätte fuer Organic-Schokolade, es gab einen Rundgang durch den Betrieb und im Anschluss eine Kostprobe, total nett. Die 75% ige Schoki besteht nur aus Kakao und Zucker, das schmeckt schon anders als die Schokolade aus dem Supermarkt, ein bisschen grober aber intensiv . 



Weiter ging es dann, über die sehr guten Strassen in Nicaragua, nach Granada, eine wunderschöne alte Kolonialstadt am Lago de Nicaragua. In den Städten in Zentralamerika ist es meist schwierig, eine Platz fuer unser Fahrzeug zu finden, es ist sehr eng und voller Menschen, Autos, Kutschen, dazu kommen niedrige Strom- und Telefonkabel oder Vordächer die in die Strasse herausragen. Wir sind immer froh, wenn wir heil durchkommen. In Granada konnten wir direkt am See an einem Restaurant fuer eine Nacht bleiben.














Ganz in der Nähe der Stadt hatten wir die Möglichkeit unsere Gasflasche zu füllen, leider konnte man dort nicht bar zahlen, so mussten wir mit einer Rechnung nochmal zurück in die Stadt, zu einer bestimmten Bank und erst dann wurde die Gasflasche befuellt, manchmal hat man den Eindruck sie stehen sich selbst im Weg.


Nicaragua wird zur Zeit kommunistisch regiert, schon als wir Kids waren, haben wir in der Schule von Daniel Ortega gehört, denn er war ein “Busenfreund” vom Erich Honecker und eben dieser Ortega ist gerade wieder an der Regierung, sein Familienclan ist mittlerweile so reich, dass ihm ein Grossteil der schönsten Häuser Granada’s gehören.


 

***




Grenzübertritte hier in Centralamerika sind immer ein besonderes Ereignis. Wir haben uns entschieden durch El Salvator zu fahren und die Einreisebehörden dort sind streng, wollen sie doch niemanden kriminelles in ihr Land einreisen lassen…..noch dazu kommen die wuseligen, selbsternannten "Helfer" die teilweise in Scharen um uns herumspringen und sich nicht so leicht abschuetteln lassen. 

…. das Prozedere dauerte fuer uns mehr als zwei Stunden, ging aber eigentlich nur um unser Fahrzeug. Dazu mussten wir zuerst in Guatemala das Fahrzeug wieder “ausführen”, Fahrzeugnummer wurde genau kontrolliert, Papiere müssen kopiert werden usw. Danach ging es dann zur anderen Seite, hier ein noch größerer Papierkram um das Auto, alle möglichen Nummern in ein Formular, von allen Papieren Kopien und dann gab es ein Problem mit dem “sz” und dem “ö” in unseren Papieren, was der Beamte nicht verstehen konnte. Wir haben es gelöst.

 



Für unser erstes Ziel in El Salvador hatten wir einen “Geheimtip” bekommen, der wirklich echt Spitze war.

Kurz nach der Grenze gibt es einige Thermalquellen mit netten Spa's. Im Termales de Alicante ist es wunderschön, 8 verschiedene Becken mit heissem bis warmen Wasser, an einem Hang mit huebschem Garten angelegt und umgeben von Bergen mit Kaffeeplantagen. Du sitzt in der Dämmerung im warmen Wasser und kannst dieser wahnsinnigen Natur lauschen und die Nebel in den Bergen ziehen sehn, unbeschreiblich.

 

Ein lauschiges Plaetzchen mitten im Gruenen.

 






Eine kurze Wanderung gab uns einen herrlichen Ausblick auf das Bad und die Umgebung.



Kaffee ueberall.



 












Weiter ging es dann ein Stück entlang am Pazifik und über San Salvador Richtung Honduras. Bei unserer Fahrt durch das Land waren wir ein wenig überrascht über die Sauberkeit und Betriebsamkeit überall. El Salvador scheint uns fortschrittlicher als Guatemala. In den Bergen gibt es überall Kaffeeplantagen und in den Tälern Zuckerrohr und Bananenfelder. Der Nachteil ist, dass die Berge meist abgeholzt sind und so wohl auch Tiere vertrieben wurden aus ihrer Umgebung. Oft kann man an den Strassen jetzt nach der Regenzeit kleine Erdrutsche sehn, auch eine Folge der Abholzung, es hat eben alles sein Vor- und Nachteile.

Currywurst gab's keine.





Alegria ist ein hübsches kleines Bergdorf in dem wir einen Stop eingelegt haben. Auch hier gibt es überall heisse Quellen, man hat den Eindruck, ganz El Salvador sitzt auf einem Wasserkessel, der überall Dampf ablässt. Gut nur, dass es einige Geo-Thermal-Kraftwerke gibt, die fuer das Land Elektroenergie produzieren, wie es genau funktioniert konnten wir leider nicht erfahren.