Reisen ist Leben

Kolumbien


Die Laguna de la Cocha, ein andiner Bergsee auf ca. 2800m ist ein beliebtes Wochenendausflugsziel der Kolumbianer und gerade zum Muttertag war hier die Hölle los. Wir konnten direkt am See auf dem Parkplatz eines schweizer Chalets übernachten und sind durch La Cocha spaziert. Die bunt bemalten Pfahlhäuser entlang des Lagunenzuflusses erinnern an eine Mischung von Schweizer Bergdörfern und dem Spreewald, man kann Boot fahren und auf den Speisekarten stehen Forelle und Meerschwein vom Grill. Wir haben die Forelle vorgezogen ….











Weiter ging es dann über die Stadt Pasto zurück auf die Panamericana und zur Grenzstadt Ipiales. 


Dem Wallfahrtsort Las Lajas mit seiner wunderschönen Basilika haben wir einen Besuch abgestattet, zur Zeit geht es dort ruhig zu, hauptsächlich im September aber pilgern tausende Kolumbianer und Ecuadorianer hierher um fuer Heilung oder andere Dinge zu beten. Die Kirche ist über eine tiefe Schlucht erbaut, hat mehrere Etagen und ein Museum, es gibt wunderschöne bunte Fenster und einen Altar direkt im Fels.








In Ipiales haben wir unser letzte Nacht in Kolumbien verbacht und am Abend die Reise durch das Land noch einmal revue passieren lassen. Wir hatten eine gute Zeit hier, haben wieder einmal interessante Dinge kennengelernt und die Freundlichkeit der Menschen genossen. Einzig der ständige Regen und die Kühle in den Bergen hat uns ein wenig gestoert. 

 


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Zurueck in Bogota haben wir unseren Camper wohlbehalten in Empfang genommen und uns gefreut, wieder zu Hause zu sein. Erst einmal hiess alles zu verstauen bevor es wieder on the road ging.
In Kolumbien ist der 1. Mai Feiertag und auch hier gibt es am Vorabend und am 1.Mai Randale, es flogen Steine und Reifen wurden angezuendet. Das Militaer war in Grosseinsatz.

Unser erstes Ziel war das Desierto de la Tatacoa, eine kleine Wueste mit bizarren roten und grauen Felsformationen. Es gibt ein Museum, eine Sternwarte und Wanderwege durch Canyons und Kakteenwaelder. Mit 40 Grad C am Tag und nachts wenig Abkuehlung haben wir ganz schoen geschwitzt.









Templo San Calixto in Timana



Die Region San Augustin - ist eine riesige archaologische Fundstaette, eine geheimnisvolle und sehr bedeutende des suedamerikanischen Kontinents und Weltkulturerbe der UNESCO. Hier wurden ab ca. 1100 v.Chr. unzaehlige aus Lavastein und Basalt gehauene Statuen und Grabanlagen errichtet.  Oft sind Schamanen, Daemonen, Adler oder Froesche dargestellt. 

Ein Museum am Eingang des Parks gibt interessante Info's alles ist sehr modern aufbereitet und der Weg durch den Park ist ganz prima. Die Figuren sind oft mit kleinen Daechern vor Verwitterung geschuetzt.
 






Unterwegs gab es einen leckeren Zuckerrohrsaft mit einem Schuss Limone, eine willkommene Erfrischung. Dazu wird durch diese Maschine das Zuckerrohr gepresst und der Saft aufgefangen.



Die wohl populaerste Statue, ein Uhu der eine Schlange frisst.






Von San Augustin südwärts haben wir die Caraterra 45 bis Mocoa genommen und sind von dort über die Berge von 700m bis auf 3400m hoch gefahren, dabei ging es teilweise durch dichten Nebel der die eh schon schmale Strasse noch förmlich verschluckte. Diese Stecke, ca. 100km einspurige Schottenpiste hatte es in sich, überall stürzten Wasserfälle ins Tal und oft ging es in engen Serpentinen durch Flüsse, Mit der notwendigen Gelassenheit haben wir die Strecke in einem Tag bewältigt, im Camper war mal wieder alles durcheinander geschüttelt und besonders der Pickup war total dreckig und brauchte eine “Grundreinigung


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Hoppla, ein bischen Florida kann nie schaden. Und so haben wir uns fuer ein paar Wochen von unserem Camper verabschiedet und uns nach West Palm Beach aufgemacht.

Florida ist fuer uns in der richtigen Zeit im Jahr immer eine Reise
wert und schon etwas wie zu Hause. Mit einem kleinen Mietwagen duesen wir durch die Everglades und bis Fort Myers und in Palm Beach geniessen wir das Meer und ein bischen Luxus.




Nach unserem Motte "Frueher an spaeter denken" haben wir uns mal ein bischen umgesehn und konnten kaum widerstehen.



Ein Abstecher nach Deerfield Beach, Sonntag Nachmittag gibt es Livemusik an der Beachbar.



Flagler Museum in Palm Beach, Mr. Flagler hat die Eisenbahn bis Key West gebaut und dazu einige huebsche Luxushotels.





Das Goldmuseum in Bogota war fuer uns unbedingt einen Besuch wert. Hier kann man Stunden verbringen und sich praekolumbische Kunstwerke ansehen, alles ist ganz prima dargestellt und man bekommt auch einen Ueberblick ueber die verschiedenen Voelkergruppen die im Land leben.











Hier auf einem Boulevard in der Stadt kann man beim Meerschwein-Rennen "setzen" und wenn das putzige Tier ins richtige "Haeuschen" findet, bekommt man seinen Gewinn....








Es ist Sonntag und die Stadt ist voller Menschen, die sich teilweise huebsch in Szene setzen.










Es ist Mango-Zeit, ueberall an der Strasse kann man die leckeren, ganz reifen und suessen Fruechte kaufen.




Das Valle de Cocora ist wunderschoen, auf den saftigen Haengen weiden Kuehe und Pferde. Hier in den Bergen gibt es dichten Nebelwald,verschiedene Arten von Kolibris und alles ueberragende Wachspalmen.





Die Arbeit der Bauern ist sehr beschwerlich, auf den abgelegen Wiesen wird mit Hand gemolken ....



und spaeter die Milch per Pferd zu einer Sammelstelle gebracht. Die Pferde sind an die schwere Arbeit gewoehnt und finden den Weg allein.





Der Ort Salento ist ein Schmuckkaestchen in den Bergen. Wir haben hier ein paar Tage verbracht, das Klima ist hervorragend und man kann auf der Plaza sitzen und die Menschen beobachten oder am Sonntag Vormittag im Kaffeehaus einen frisch gebruehten Kaffee geniessen. 








Maerz 2015 - wir sind zurueck in Kolumbien

und unterwegs in Medellin

es ist Sonntag und die Plaza's sind gut besucht.















Medellin verfuegt ueber ein gutes oeffentliches Verkehrsnetz zu dem u.a. Seilbahnen in die Vororte an den umliegenden Berghaengen fuehren. In aller Ruhe kann man bei einer Fahrt ueber den Daechern das Leben hier beobachten.








Unterwegs in den Bergen - im Nationalpark Chicamocha kann man mit atemberaubender Aussicht ein Bad nehmen.




oder den Bauern bei ihrer Arbeit zusehen.










November 2014

Gesund und munter sind wir nach ca. 18 Stunden im Hafen von Cartagena angelandet. Es war schon ein besonderes Gefühl einen neuen Kontinent zu betreten bzw. zu befahren. Wir sind sehr gespannt, wie es weitergeht, haben schon viele tolle Geschichten gehört.

Zuerst heisst es einen Platz zu finden von dem aus wir die Stadt “erobern” können. Im Stadtteil Bocagrande haben wir uns dann fuer ein paar Tage “eingeparkt”. Alles ging ganz prima, sogar den großzügigen Pool vom Hilton konnten wir benutzen. Die Stadt ist wundervoll, gerne sagen wir, dass es eine der schönsten ist, die wir je besucht haben. Alles sehr gepflegt, am Abend, wenn dann eine leichte Brise durch die Gassen weht, bummelt es sich besonders schön, die Plätze sind in Restaurants verwandelt, es wird Musik gespielt, getanzt und an den exotischen Eiscremes, die es gibt, kommt man einfach nicht vorbei. 














Bei der vielen “Radfahrerei” haben wir nun schon wieder einen kaputten Reifen zu verzeichnen, erst in Panama haben wir mit viel Glück Simones Rad mit neuem Reifen und Schlauch ausgestattet und nun das gleiche Problem an Joerg’s Rad hier in Cartagena, es gibt einfach fast keine 28er Räder hier und Ersatzteile sind schwer zu finden. 


Entlang der Karibik-Küste ging es dann weiter zuerst nach Santa Marta, eine kleinere Stadt mit Hafen und Industrie, die Landschaft ist sehr schön, es gibt einen Nationalpark am Meer. In Riohacha haben wir den Nationalpark Flamenco besucht, eine riesige Laguna an der man Vögel beobachten kann. Die Flamingos, die wir erwartet hatten, sind aber gerade woanders, naja es war trotzdem sehr schön hier und die Einwohner freundlich.