Reisen ist Leben

Wyoming

Suedlich vom Yellowstone NP grenzt der Grand Teton NP direkt an, ist aber landschaftlich anders, hier gibt es hohe, felsige Berge und friedliche Taeler mit Seen und Wasserfaellen. Auch hier warten alle auf den ersten Schnee, die Campingplaetze sind meist geschlossen und auch die Visitorcenter sind mit Brettern "vernagelt", denn wenn hier mal Schnee liegt, kommt keiner mehr her, die Strassen werden einfach geschlossen. Wir sind wieder in den Meindl-Wanderschuhen im Gelaende unterwegs, haben eine Elchpirsch gemacht bevor es dann tatsächlich zu Schneien begann.
29.09.11 Yellowstone Nationalpark - wir geniessen ihn. 

 


 
 





Bei herrlichstem Bergwetter, ca. 25 G.C haben wir ein paar schöne Wanderungen unternommen, haben Geysire besucht und im Yellowstone-River gewatet (zum baden war es dann doch zu kalt). Es ist eine wunderschöne Bergwelt, mit glitzernden Bergseen, weissen Bergspitzen und dampfenden heissen Quellen. Mitunter brodelt es überall aus den Erde, aus kleinen Löchern oder Ritzen und aus grossen Seen, die sich dann in Terrassenform von oben nach unten ergiessen und die Erde mit einer Kruste aus einer Art Kalk in unterschiedlichsten Farben überziehen. Manchmal hat man das Gefühl, gleich könnte sich die Erde auftun und man versinkt darin. Es ist unbeschreiblich, die Natur ist hier besonders reich und es ist gut, dass die USA sie auch so erhalten. Die Wanderwege sind extrem natürlich !!, es gibt keine Bänke oder Rastplätze und schon gar keine Hütte für ein Hefeweizen und eine Brotzeit. Entweder du hast etwas dabei oder du wanderst einfach so, besser ist aber immer was zu trinken zu haben. 

Crested Pool, ca.10m Durchmesser
 

 

Mittlerweile ist hier die Herbstsaison angebrochen und alles bereitet sich auf den Winter vor, zwei Drittel der Campingplätze sind schon geschlossen, was uns nicht weiter stört, denn wir haben unser Plätzchen im National Forest ausserhalb des Parks am Nordeingang direkt am Yellowstone River. 

 

Nach einer Woche im Norden des NP. fahren wir Richtung Süden, zum Old Faithful, dem größten Geysir hier im Park, er zeigt sich ca. jede Stunde, hat dann eine Höhe von bis zu 55m und versprüht dabei in 3 Minuten ungefähr 25.000 ltr. heisses Wasser. Bis dorthin gibt es jede Menge kleinere Geysire, die sich über riesige Flächen erstrecken und oft in farbenfrohen Seen und Bächen münden, die Farben entstehen durch unterschiedliche Temperaturen des Wassers, denn oft fliesst das heisse Wasser aus dem Erdinneren in Flüsse und Seen an der Oberfläche und vermischt  sich. Dort leben dann Mikroorganismen, die die Farben bilden. Wir haben herrliches Wetter, ca. 25 GC und wandern zwischen den Geysiren und tiefen, heissen Wasserlöchern entlang, es ist eine unbeschreibliche Natur, mittendrin dann immer mal ein grasender Bison, es ist wie im Film, aber für uns hier Realität. 

Old Faithful Geysir
 

 

 



Morning Glory Pool, ca. 4m Durchmesser
 







 


Heute, am 03.10. fahren wir weiter Richtung Sueden, in den Teton Nationalpark, haben vor der Abfahrt hier schon eine Wanderung durch den Morgennebel gemacht, jetzt gibt es Fruehstueck, Kaffeeduft durchzieht den Camper und dann geht es los.

 

 

 


 

22.09.11   Sind z.Zt. in Cheyenne, einem maechtigen HWY-Knotenpunkt, ansonsten ist hier nicht viel interessantes. Es gibt unendliches Grasland auf dem wieder riesige Kuhherden weiden und ein paar gigantische Windparks. Leider sind in den USA die regenerativen Energien immernoch viel zu teuer, die Bedingungen dazu aber sehr, sehr gut, hier zB 300 Sonnentage im Jahr, klare Luft und flaches Land und Wind. Aber Kohle und Oel sind viel billiger. Naja, wir werden es nicht aendern .....