Reisen ist Leben

Arizona & New Mexico


Vielen, vielen Dank fuer die lieben Gruesse, die uns ueber unsere Homepage erreichten. Es freut uns, dass viele mit Interesse unsere Reise verfolgen und ein Feedback geben.



25.12.2011- Weihnachtsstimmung in Carlsbad, New Mexico - weisse Weihnachten, das haetten wir nicht gedacht. Den ganzen 23. und 24. 12. hat es geschneit und ist knapp unter Null. Wir heizen gut ein und machen es uns nach einem Spaziergang gemuetlich.

 



Das Weihnachtspaeckchen aus Berlin hat uns ganz besonders erfreut, der selbstgebackene Stollen ist super lecker.
 



Die Kleinstadt Carlsbad, benannt nach dem Kurort in Czechien, liegt am Fluss Pecos und ist bekannt fuer sein "Christmas on the Pecos", ein Lichterfest entlang des Flusses. Abends werden ueberall in ca. 100 Gaerten und oeffentlichen Plaetzen entlang des Flusses sehr schoene Weihnachtsmotive in buntem Licht dargestellt. Man kann mit einem Boot den Fluss entlang fahren oder auch spazieren gehn. 



 

 

 

Wir werden hier unser Weihnachtsfest verbringen und machen uns dann auf nach Dallas, ca. 750 km von hier um dort Silvester zu sein.

15.12.2011 Carlsbad Caverns

Bei den Carlsbad Caverns handelt es sich um ueber 80 Hoehlen. Der spektakulaerste und fuer Besucher am besten zugaenglichste Bereich ist der Kingsplace. Es gibt zwei Moeglichkeiten dorthin zu gelangen, einmal mit dem Fahrstuhl, 240m in die Tiefe oder zu Fuss. Das Gefuehl, wenn man den Fussweg in die Hoehle hinein geht ist unbeschreiblich, zuerst hat man noch Tageslicht, denn kommt das Twilight und dann die absolute Finsternis. Fuer die Beleuchtung der Hoehle hat ein Theaterbeleuchter vom Broadway gesorgt und alles sehr spektakulaer in Szene gesetzt. Alleine der "Big Room" umfasst einen Rundweg der 2km lang ist. Wir haben uns einen Tag Zeit genommen und die Unterwelt bestaunt. Ein gewisser Jim White hat als 16 jaehriger begonnen die Hoehlen zu erforschen, wenn man bedenkt, was er damals fuer Mittel hatte, allein die Beleuchtung, dann muss er schon ein bischen "verrueckt" gewesen sein oder aber nur super neugierig.

Von April bis November leben in den Hoehlen mehrere hunderttausend Fledermaeuse, die hier ihre Jungen grossziehn und jede Nacht beim Beutezug ca. 2 Tonnen Insekten fressen. Im Sommer gibt es dazu spezielle Rancherprogramme, wir haben uns einen Vortrag ueber die "Mexican Free-tailed" angehoert und wissen jetzt, dass sie nicht blind sind und auch keine Menschen beissen, die gibt es dann erst in Suedamerika.
Leider sind die huebschen Tierchen zur Zeit alle im warmen Mexico zum ueberwintern.
 



 





 



 

10. Dezember 2011 - wir sind am Fort Bowie auf den Spuren der Apachen, das ist südöstlich von Tucson in den Bergen auf 1.430m und hochinteressant . Vieles gibt es zu erfahren über die Ereignisse hier vor über 120 Jahren, alles ist sehr gut restauriert und erklärt. Auch hier unterhält der Staat einen Nationalpark Service mit Visitor-Center. Da sich in dieser Jahreszeit hier nur wenige Besucher einfinden, waren wir die einzigen und konnten von der netten Dame einiges erfahren.

 

 


 

 

Die Apachen, ein Stamm der wohl bekanntesten Indianer , lebten hier an diesem Pass und waren nicht erfreut über den Postweg der von St. Louis, Missouri und  von Memphis, Tennessee über El Paso, Arizona letztendlich Los Angeles und San Francisco verband. Aus diesem Grund wurde hier das Fort Bowie errichtet. Es ist sehr beeindruckend, was das Fort damals schon umfasste: zwei Krankenstationen, eine Schule, ein Tennisplatz, eine Einrichtung wo aus einer Holzverbrennung heraus Wasserdampf erzeugt wurde mit dem Generatoren angetrieben wurden und auch eine Eismaschine durfte nicht fehlen. Der zentrale Platz ist der Parade Ground an dem heute noch jeden Morgen die Flagge gehisst wird.

 

Der gesamte Postweg hatte eine Länge von 2800 Milen, John Butterfield managte die Butterfield-Overland-Mail, es kostete dem Staat 600.000 $ pro Jahr, es gab 2000 Beschäftigte, 1800 Pferde und Maultiere, 250 Kutschen und mehrere hundert Lastenwagen.

 

Die Streitigkeiten zwischen Indianern, Siedlern und Soldaten handelten von Land, Wasser und Wegerecht, letztendlich wissen wir ja wie es ausgegangen ist, aber direkt an solch einem Ort zu sein wenn abends die Sonne zwei Finger breit über den Bergen steht, das ist wiedermal unheimlich beeindruckend. Schade nur, dass damals die Indianer dabei ihrer Heimat beraubt wurden.

 

Bei unserem Besuch des Kitt Peak National Observatoriums hier im Süden haben wir erfahren, dass ca. 300 Tage im Jahr die Atmosphäre sehr klar ist. Es gibt hier besonders viele Sterne zu beobachten und der Mond zeigt sich gerade auch wieder in voller Größe. Es ist, mal abgesehen von der "frischen" Luft, nachts ganz beeindruckend sich den Himmel anzuschauen. 


 



 

 

 

 

Unser Abstecher in den Organ Pipe Cactus Nationalpark, nahe der mexikanischen Grenze, hat uns nach den Wochen in Phoenix ein paar ruhige Tage beschert, die wir mit Wandern und Kraxeln in den Bergen verbracht haben. Die Kakteen hier sind besondere Exemplare und es gibt sie ausschliesslich nur hier.

 

 

 



29.11.11 - 100 Tage Reise
die Zeit ist vergangen wie im Flug, wir haben viele wunderbare Plaetze besucht, eine Menge gesehen und gelernt und ein bischen vom amerikanischen Lebensstil erfahren.
Noch sind wir in Phoenix, das Ersatzteil kommt am 1.12. und wird dann auch gleich eingebaut. Wenn wir nicht so viel Druck gemacht haetten in den letzten Tagen, wuerden wir warscheinlich Weihnachten noch hier sein. Jetzt freun wir uns auf die naechste Woche wo es wieder raus geht in die Natur.

22.11.11 Ein paar Tage sind wir nun schon hier in Phoenix und geniessen das schoene Wetter. Es ist zwar etwas ungewoehnlich zur Adventszeit in kurzen Hosen rumzulaufen und in den Supermaerkten die Weihnachtsdekoration zu sehen, aber wir sind froh, dass es endlich waermer ist. An unserem Camper steh eine Reparatur an und der Haendler hier war nicht so erfreut, dass wir ihn dafuer auserkoren haben, denn die Garantiearbeiten werden schlecht bezahlt. Nun ist das Ersatzteil bestellt, es dauert paar Tage und in dieser Zeit haben wir uns in einem College eingeschrieben um bischen unser Englisch zu verbessern. Waehrend dieser Zeit sind wir regelrecht sesshaft, haben einen Stellplatz auf einem RV-Park angemietet mit Strom und fliesend Wasser, was ein Luxus ! 

 


13.11.11 - Route 66, wir sind bei Lilo auf einen Burger eingekehrt und bleiben über Nacht hier in Seligman. Lilo ist aus Wiesbaden, hat einen Ami geheiratet, der dort stationiert war. Die beiden sind schon etwas in die "Jahre" gekommen und haben hier seit 1996 ein sehr feines Diner. Von Las Vegas kommend sind wir die 66 von Kingman bis hierher gefahren. Die Strasse ist jedoch weit von dem Feeling, was man sich vorstellt, entfernt obwohl es der besterhaltene Abschnitt ist. In Seligman gibt es noch ein paar erhaltene Gebäude, an denen man nachvollziehen kann, wie es in der Zeit Anfang der 30er Jahre gewesen sein muss.
 

 

Willow Beach, wir relaxen ein paar Tage am Colorado, hatten uns auf eine einsame Flussbiegung eingestellt und wurden mit einer relativ neu ausgebauten Anlage für Freizeitaktivitäten wie Fischen, Boot fahren, Paddeln und Raften  überrascht. Mitten in der Bergen gibt es einen neuen Campground mit jeweils festen Wasser- und Abwasseranschluss und Strom. Die Nähe zu Las Vegas hat wohl diesen Ausbau der Anlage gefördert. 

Wir besichtigen eine Fischzucht und erfahren einiges über diese staatlichen Einrichtungen, die dazu dienen die heimischen Fischbestände zu erhalten, verstreut über die gesamte USA gibt es davon 82 Stück. Alles ist sehr sauber und gerne auf Besucher eingestellt mit Infotafeln und Broschüren .

 

 


 

Gruesse aus Las Vegas





Und es hat geschneit und nicht zu knapp, laut Wettervorhersage soll es die naechsten Tage auch so bleiben, also machen wir uns doch besser auf ins Warme....

Am Canyonrand, leider sieht man vom Canyon nichts.
 



 

 



Abreise vom North Rim - Grand Canyon
 


04.11.11 - wir sind am Grand Canyon, am North Rim und haben hier gerade noch das schöne Wetter abgeschnappt, es ist zwar kalt geworden, aber immer sonnig und zum Wandern ideal. Auch hier wie immer fast keine Menschenseele und wir haben die schönste Plätze ganz für uns allein, direkt am Canyonrand haben wir am Cape Royal übernachtet und konnten abends den Sonnenuntergang und morgens vorm Frühstück auch den Aufgang geniessen. Die Wanderungen am Cayon entlang sind grandios und man kann gar nicht aufhören zu fotografieren. Heute nun kam der Rancher, dass er die Seitenstrassen schliesst wegen Windbruch und Schneefall und tatsächlich fängt es abends an zu schneien, wir machen es uns kuschelig warm im Camper (Gasflaschen sind beide gut gefüllt) und beobachten das Ganze.
 


 

 
 







 

Nach den entspannenden Tagen in Page am Lake Powell sind wir wieder ein Stück ins Escalante gefahren, zu den Wahweap Hoodoos und zu den White Rocks, bevor wir in die Paria Canyon - Vermillion Cliffs Wilderness eingetaucht sind. Unser Hauptziel war hier der Coyote Buttes North, dieses Gebiet ist besonders geschützt und man benötigt ein Permit für den Zugang zur "Wave". Von diesen Berechtigungen gibt es aber nur 10 Stück am Tag und die muss man auch noch im Voraus beantragen. Das Gebiet rundum ist scheinbar immer noch ein "Geheimtip", denn auf den normalen Karten und im Atlas sind die schönsten Punkte nicht eingezeichnet. Unsere erste Wanderung führt in den Buckskin Canyon, wieder ein Slot Canyon in herrlich roten Farben, die in der spaeten Nachmittagssonne besonders leuchten, die Tour ist recht anspruchsvoll, denn das Flussbett durch das es geht ist voller Steine in allen Größen und man muss sehr auf den Weg achten. 

Fuer alle die, die sich hier selbst mal umsehn wollen, ein Kartenausschnitt :
 



Im Buckskin Canyon
 

 




Für den Weg zur Wave am nächsten Morgen gibt es extra eine Wegbeschreibung mit GPS-Coordinaten und Fotos ansonsten ist sie sehr, sehr schwer zu finden. Wir wandern ca. 1,5 Std. über Felsen und Sanddünen bis zur eigentlichen "Wave", einer wunderschönen Sandsteinfels-Formation in herrlichen gelb - orange und roten Farbtönen. Durch  Auswaschungen ist es zu den geschwungenen Formen von Wellen gekommen, die dem Ganzen den Namen geben. Dieser Platz hier ist etwas ganz besonderes und einmalig auf der Erde. Wie immer gibt es keine Absperrungen und man kann alles genau erkunden bzw. erklettern, was aber nicht unbedingt gut ist für den Erhalt dieses Naturwunders. Wir nehmen uns Zeit und geniessen die Schönheit, windgeschützt an einem Plätzchen in der Sonne und sind ganz verzaubert.

Eingang zur "Wave"

 

 

 


 
 


 
 

Wandertour entlang der "Haengenden Gaerten"

 
 
 
30.10.11 Mittlerweile sind wir auch in Arizona "angekommen", wieder am Lake Powell, diesmal von der anderen Seite und haben uns die letzten Tage mit Wandern und Rad fahren die Umgebung angeschaut, unter anderem das Wasserkraftwerk am Glen Canyon Dam besichtigt. Auch hier ist der See die "Hauptattraktion", es gibt jede Menge Marinas mit gigantischen Yachten und Hausbooten, aber wie fast ueberall "closed for the saison". 
 



Da wir aber nur kurz in Arizona sind, geht es danach in Utah weiter.

Horseshoe Bend